Raus in die Natur. Rein ins Erlebnis

Wanderungen

Wanderung zur Hohensyburg und zum Hengsteysee

Am 07.08.2019 bot der SGV, Abteilung Münster, eine Wanderung rund um den Hengsteysee und dem Naturschutzgebiet Hohensyburg an.

Um 11.00 Uhr begann die Wanderung vom Bahnhof Herdecke aus in Richtung  Hohensyburg mit dem Syberg und dem Klusenberg. Allen war klar, dass die Wanderung ein „ Auf und Ab“ bedeuten würde. Ein sofortiger kleiner Anstieg führte die Wandergruppe zuerst zum Speicherbecken des Pumpspeicherwerkes Koepchenwerk am Hengsteysee.

Nach Umrundung des Speicherbeckens führte uns der Wanderweg über Höhen in Richtung Spielbank Hohensyburg. Den Hengsteysee immer unter uns liegend wanderten wir zu dem Syberger Bergbaulehrpfad. Auch in diesem Teil des Gebirges wurde früher über Tage Kohle abgebaut. Stollen und sogenannte Mundlöcher zeugen von dieser Abbauzeit. Der Syburger Bergbauweg erschließt Relikte neuzeitlichen Bergbaus.

Nach einer Pause  wanderten wir gestärkt an der Spielbank Hohensyburg  vorbei zur Kirche Sankt Peter.     

Nach äußerer Besichtigung der Kirche (leider war die Kirche geschlossen) gingen wir vorbei an dem Vincke-Turm in Richtung Hohensyburg und Richtung Kaiser –Wilhelm-Denkmal.

Jetzt machten wir uns auf den letzten Teil der Wanderstrecke. Nach einem steilen Abstieg erreichten wir das Ufer des Hengsteysees. Über die Syberger Ruhrbrücke des Hengsteysees gehend, konnten wir uns nun die Wasserkraftwerke anschauen.

Den Seeweg entlang laufend, immer den Blick auf das gegenüberliegende gerade begangene Wandergebiet, erreichten wir zur Mittagseinkehr das Seerestaurant. Dort stärkten wir uns und wanderten anschließend wieder zurück zum Bahnhof Herdecke. Von dort traten wir den Heimweg mit vielen Eindrücken und nach 14km Wanderweg an.

Lothar Decker    


Bildergalerie zur Wanderung: Hohensyburg und Hengsteysee

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Wandern unter schwierigen winterlichen Witterungsbedingungen

Zum 25.01.2020 hatte die Wanderführerin Elisabeth Heinker zu angenehmer Treffpunktzeit (08.45 h) eine Baumbergewanderung von Coesfeld nach Billerbeck auf dem bekannten Ludgerusweg ausgeschrieben. Dieser ist gut ausgezeichnet und mit zahlreichen Informationstafeln ausgestattet.

Den Wandernden (25 TN) machte aber nicht der Hl. Ludgerus zu schaffen, sondern das kalte, nebelige Winterwetter; denn der schwere, durchfeuchtete Feld- und Wiesenboden führte zu einer anstrengenden Gangart mit gelegentlichen „Sprungübungen“. Das Ergebnis war der Fuß- und Beinbekleidung deutlich anzusehen, konnte aber die gute Stimmung nicht trüben.

Zur Hälfte der Wanderung tauchte das Kloster Gerleve schemenhaft am Horizont auf. Dort erfolgte eine längere Pause, während dieser konnte sowohl die Klosterkirche und das Parkgelände, als auch das Cafe, besucht werden.

In Billerbeck angekommen, wies Elisabeth Heinker auf das „Dreigestirn“ der historischen Gebäude hin: nämlich die Kolvenburg, die älteste Pfarrkirche St. Johannes mit ihrem baulichen Umfeld sowie den allseits bekannten „Dom“. (s. Foto aus dem Archivbestand).

Nach all den Anstrengungen erfolgte abschließend in Billerbeck eine entspannte Cafeeinkehr, nachdem die Wandergruppe trotz „ungeziemender Kleidung“ eingelassen worden war.

Wanderführung: Elisabeth Heinker

Bericht und Fotos: Werner Schmitz 


Bildergalerie zur Baumbergewanderung im Jan. 2020

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Jagdglück und Wanderers Pech

Mit Dieter Raschen – Ihr wisst schon, der Wanderführer, der nicht die kurzen Wege bevorzugt – ging es bei Zwischenhocheinfluss von Dorbaum nach Lauheide.

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Von der Bushaltestelle bis zur Einkehr beträgt die direkte Entfernung  gerade einmal 2,9 km; gewandert sind wir aber 16 km. Der Verlauf der Wanderung und die in diesem Bereich zwischen Telgte und den Fuestruper Bergen mäandernde Ems mit ihren teilweise wieder angeschlossenen Altarmen  ergeben auf einer Karte ein ganz ähnliches Abbild.  

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Aber nicht nur die Tourplanung  auf Pättken zur Vermeidung des direkten Weges zum Ziel musste der Wanderführer meistern. Offensichtlich stellen ihn die Jäger immer wieder vor Herausforderungen, um vor Ort kurzfristig die Tour umzuplanen. Bereits das 2. Mal in diesem Winterprogramm musste wegen einer Treibjagd eine Wegesänderung vorgenommen werden. Dies klappte alles prima und die Wanderschar folgte diszipliniert.

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Als Belohnung wurden nicht nur kleine Päuschen zur Stärkung eingelegt, nein der Wanderführer hat auch für weitere Highlights Sorge getragen.

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Da waren nicht nur die offensichtlich den Jägern davoneilenden Rehe, sondern auch die wilden Heckrinder und Konikpferde.

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Die letztgenannten beiden Tierarten finden auf den im Rahmen des Ems-Auen-Schutzkonzeptes hergestellten Weide- und Grünflächen entlang der Ems wieder einen Lebensraum. Wer sich näher über das Schutzkonzept informieren möchte, kann dies – außer mit einer empfehlenswerten Wanderung - auch im Internet tun:

Ems-Auen-Schutzkonzept

Für lange Vorträge in der freien Natur selbst ist kaum Zeit und Interesse, da der Zeitplan eingehalten werden musste, um die am Ende im „Gasthus Lauheide“ reservierte obligatorische Kaffeeeinkehr  rechtzeitig zu erreichen. Bei den meisten der Wander-innen/ern dürfte bei der Rückfahrt mit dem Bus in die Stadt Wehmut darüber aufgekommen sein, die Tour und/oder Einkehr nicht doch noch etwas ausgedehnt zu haben, da der Nachhauseweg durch demonstrierende Landwirte mit „klimafreundlichen Treckern“ unterbrochen wurde. Darum ist sogleich der Wunsch wieder aufgeflammt,  baldmöglichst wieder auf „langen Wegen“ in der Natur unterwegs zu sein.    

(Bericht und Bilder Hans-Peter Seidt)

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Von Pieper zu Wauligmann

Am 8. Januar 2020 starteten die zahlreich erschienenen Mittwochs-Wanderer des SGV im nördlichen Stadtgebiet von Münster mit einer 13 km langen Tour ins neue Wanderjahr und folgten ihrer Wanderführerin zur Havichhorster Mühle, wo die Werse nach den letzten Regenfällen mächtig rauschte.

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Weiter ging es Richtung Haskenau. Von der früheren Wallburganlage sind nur noch Bodenformationen erhalten und als Bodendenkmal anerkannt. Bei einer Rast in der Haskenau konnten sich die Wanderer an Hand der dort befindlichen Informationstafeln über die frühere Gestalt und Nutzung der Anlage informieren.

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Nach der Rast ging es zur Ems und weiter über den alten x-Wanderweg zum Dortmund-Ems-Kanal und in die Bockholter Berge. Dieses Naturschutzgebiet entstand am Ende der letzten Eiszeit durch Ablagerung von Sandschichten, welche die Ems abtransportierte. Hier bildete sich im Laufe der Zeit eine offene Heidelandschaft, deren verbliebene Reste u. a. durch regelmäßige Beweidung durch Bentheimer Schafe offengehalten werden. Im Übrigen sind die Bockholter Berge heute geprägt durch Kiefern- und Kiefernmischwälder und im Bereich des wild mäandrierenden Gellenbaches durch Eichenwald. Hier zeigt sich auf beeindruckende Weise, wie ein natürlicher Bach mit seiner Dynamik die Landschaft selbst gestaltet.

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Entlang der Guntruper Berge wandernd wandte sich die Wandergruppe schließlich wieder der Ems zu und folgte deren Lauf auf dem Holländerweg, bis rechter Hand auf einer kleinen Anhöhe das Gasthaus Wauligmann zur Einkehr rief und alle eilig die Anhöhe erklommen. Nach der verdienten Mittagsrast kehrte die Gruppe gemeinsam mit dem Bus nach Münster zurück.

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(Bericht: Ursula Seidt; Bilder: Martina Benneweg und Ursula Seidt)

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Burg und Silvertbach

„Lets´s Go“

nach dem Motto des Wander-Fitness-Passes (Nachweisheft zum Erwerb des Deutschen Wanderabzeichens) haben sich die Mitglieder der Abteilung des SGV Münster auch zu Beginn des neuen Jahres auf Wanderschaft begeben. Die üblichen Vorsätze für das neue Jahre wie mehr Bewegung und Fitness spielen für die Wanderfreunde keine Rolle; sie sind ohnehin bei Wind und Wetter das ganze Jahr über unterwegs. Das alte Bahnmotto „alle reden vom Wetter; wir nicht“ gilt für die Abteilung nahezu uneingeschränkt. Dabei war das Wetter wieder einmal besser als vorhergesagt, was uns zeigt, dass man sich von einer Wanderung alleine wegen der Wetterprognose nicht abhalten lassen sollte. Die etwa 25 köpfige-Wandergruppe unter Führung von Monika Reimann wurde durch eine ansehnliche Gruppe der Grevener-Wanderfreunde verstärkt, was zu neuen Kontakten und intensivem Erfahrungsaustausch geführt hat.

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Die Wanderung begann und endete am Bahnhof in Marl-Sinsen und führte für die Münsterländer durch ein wenig bekanntes Gebiet im nördlichen Ruhrgebiet. Die Erklimmung einer Halde (General Blumenthal) ist dabei fast obligatorisch.

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Mehr Erstaunen ruft hervor, wenn man feststellt, wie grün das Ruhrgebiet ist und wie viele Naturräume es gibt, die unter einem besonderen Schutz stehen. Die ca. 17 km lange Wandertour führte durch die Naturschutzgebiete des Waldgeländes „Burg“ und  „Silvertbachtal“.

"Die Burg" besteht aus einem ausgedehnten Waldkomplex mit überwiegend naturraumtypischen Eichen-Buchen- und Eichen-Hainbuchenwaldgesellschaften sowie kleinflächigen Bruch- und Auenwäldern und stellt einen einzigartigen und großflächigen naturnahen Biotopkomplex dar.

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Der Silvertbach ist im Bereich der Burg als Tieflandsandbach mit typischen Gewässerstrukturen wie Uferabbrüchen, Mäandern, Altarmen, Totholzansammlungen etc. naturnah ausgeprägt. Außerhalb des Waldgebietes der Burg sind die Täler des Silvertbaches und seiner Nebenbäche grünlandgeprägt und durch Kleingehölze und Hofgehölze reich gegliedert mit einem größeren, zusammenhängenden Komplex von Feuchtlebensräumen.

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Bei einer kleinen in der Mitte der Wanderung gelegenen Einkehr wurde für den Rückweg neue Energie getankt, so dass mit am Ende leicht erhöhtem Tempo die Bahnfahrt nach Münster pünktlichst erreicht wurde und alle Teilnehmer einmal mehr zufrieden und wohlgelaunt nach Hause gingen.

(Bericht und Bilder Hans-Peter Seidt)

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Wanderung zum Nassen Dreieck

Alles Wasser !?

Wasser links, Wasser rechts und nach vorne ein „Nasses Dreieck“. Aber das versprochene Wasser von oben blieb bis auf einen kurzen Moment aus.

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Selbst bei diesem kurzen Intermezzo des herabfallenden Wassers war die nicht nur farbenfrohe Wandergruppe mit ihrer Wanderführerin Ute Lampe sehr engagiert die etwa 19 km lange Strecke von Hörstel entlang des Mittellandkanals und über den letzten sich nach Westen absenkenden Rücken des Teutoburger Waldes mit Zwischenstation am Torfmoorsee unterwegs.

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Nach einer kleinen Stärkung am, zu dieser Jahreszeit ruhig daliegenden, Torfmoorsee ging es am Dortmund-Ems-Kanal über das Nasse Dreieck bis zum Kloster Gravenhorst.

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Die Installationen des Projektstipendiums Kunstkommunikation 19 konnten im Außenbereich zum Beispiel mit dem bereits weihnachtlich geschmückten Grünkohlfeld besichtigt werden.

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Im Café Klara der Klosteranlage plätscherten nunmehr die Gespräche munter weiter bis es wieder am Wasser des Mittellandkanals auf kleinen Wegen nach Hörstel zurückging. Die erlebte Ruhe und Stille auf der Wanderung hatte bei der Ankunft am Hauptbahnhof ihr Ende gefunden. Aber alle waren sich einig, dass die Daheimgebliebenen umsonst auf schlechtes Wetter gesetzt hatten und die Wanderer eine angenehme durch die Jahreszeit geprägte Wanderung mit großer innerer Zufriedenheit erleben konnten.

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„Na-Tour an der Ems“

Unmittelbar vor dem meteorologischen Winteranfang machten sich 18 SGV-ler und 5 Gäste bei winterlich anmutendem Wetter auf eine 17 km lange Tour von Emsdetten nach Saerbeck. Wie immer wurden die An- und Abfahrtswege mit dem ÖPNV bewältigt. Für 5 € Fahrkostenbeteiligung erlebte jede(r) Wanderfreund(in) eine eindrucksvolle Natur im Bereich der Emsdettener Emsauen, an der Ems und entlang des renaturierten Hembergener Ems-Altarms.

 Bei winterlichen Temperaturen, aber herrlichem Sonnenschein und einem bunten Farbenkleid der Natur konnte man sich entlang überwiegend unbefestigter Wege auch über den Hochwasserschutz an der Ems und den Emsauen sowie  die historische und landschaftliche Entwicklung dieses Naturraums informieren.  Wie wichtig und vor allem wie schön die Renaturierung der Emsauen und der Ems ist, kann in besonderem Maße entlang des „Hembergener Altarms“ erlebt werden. Für nähere Informationen steht im Bereich des Heinz-Rinsche-Turms eine schön gestaltete Informationstafel zur Verfügung.

Ein Stück des Weges davor befindet sich nördlich des Gehöftes Im Bail, wo der bisherige Altarm einen Bogen nach Norden macht, eine Aussichtsstelle, die den neuen Verlauf der Ems zwischen dem Anschluss an den begradigten Teil  und dem Verlauf des neuen Flussbettes im Bereich des Altarms überblicken lässt. Die ansonsten munteren Gespräche der Wandergruppe verstummten an dieser Stelle; es stellte sich eine besinnliche Ruhe ein. Das Erstaunen über die Schönheit der Natur und der Erfolg dieser Renaturierungsmaßnahme waren mit Händen greifbar. Alle waren einmal mehr und über die vom Sauerländischen Gebirgsverein, Abteilung Münster, angebotenen vielfältigen Wanderungen erstaunt, welch schöne Natur, Erholung und Erlebnisse in unserer unmittelbaren Heimat zu finden sind.

Die Tour führte zuletzt entlang des Mühlenbaches bei raschelndem Laub und rauschendem Wasser direkt zum Café Liesenkötter, in dem bei leckerem Kuchen und Heißgetränken die Wandertour einen gebührenden Abschluss fand. Da Freude und Begeisterung bekanntlich ansteckend wirken, soll im nächsten Winterhalbjahr auch den Mittwochswanderern(innen) eine verkürzte Tour in diesem Bereich angeboten werden.

Text: Hans-Peter Seidt   Fotos: Hans-Peter Seidt und Michaela Lembke

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„ Neue Horizonte und das vergessene Tal“

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Am 06.02.2019 machten sich 23 Wanderer/innen des Sauerländischen Gebirgsvereins Abteilung Münster  auf dem Weg ins Ruhrgebiet. Im Rahmen des Halden-Hügel-Hoppings ( Themen – und Bergwandern im nördlichen Ruhrgebiet ) wollten die Wanderer  die Thementour „ Neue Horizonte und das vergessene Tal“ eine Rundwanderung in Herten, mitten im Zentrum der HHH- Region, dem Landschaftspark Hoheward, erkunden.Neue Horizonte und das vergessene Tal 2.jpg

„Die Halden Hoheward und Hoppenbruch bilden die größte Haldenlandschaft in Europa und den höchsten künstlich geschaffenen Punkt der Region.  Die Tour befasst sich mit der Haldenlandschaft. Der Tourentitel spricht dazu zwei wesentliche Aspekte des Zustands vor und des Resultats nach der Schüttung an. Wie sah dieser Teilraum aus, bevor es die Halden gab und sie immer weiter wuchsen? Nach welchem Konzept wurden die Halden geschüttet und in die heutige Form umgestaltet? Welche Nutzung erfahren die Halden heute und welches Erlebnis bieten sie? Spüren sie auf der Tour selbst das vergessene Tal auf und entdecken sie alle Seiten der neuen Horizonte. Mit über 300 Höhenmetern Anstieg fordert diese Tour Kondition, insbesondere an der Hohewarder Nordwand auf Treppen wie auf Serpentinen.“

Einige waren schon bei der ersten Thementour " Blaue Boye" dabei und waren jetzt gespannt was sie erwartet. Die Anfahrt mit dem Zug und Bus klappte prima und das Wetter spielte auch mit. An der Zeche Ewald angekommen besuchten wir vorab das Besucherzentrum Hoheward.
Anschließend erwanderten wir die Stationen lt. Themenroute NH " Neue Horizonte und das vergessene Tal".

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Da wir im Februar gewandert sind, hatten wir eine sehr gute Fernsicht ins Ruhrgebiet, die wir von den verschiedenen Emporen genießen konnten. Die Halde Hoheward mit der Sonnenuhr, die eindrucksvolle Nordwand der Halde Hoheward, das Himmelsobservatorium und die Ewald-Empore waren beeindruckende Wandererlebnisse. Nach der Wanderung stärkten wir uns im Cafe Ewald und traten gegen 16.00 Uhr die Heimreise an.

Alle waren einhellig der Meinung, dass sich die Anfahrt ins Ruhrgebiet mit der angebotenen Wanderung gelohnt hat. Noch sind nicht alle Touren des HHH erwandert. Der SGV Münster wird nicht das letzte Mal im Ruhrgebiet wandern.

Wanderführer: Lothar Decker

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Rundwanderung durch die Erdgeschichte im Raum Lengerich

Der Teutoburger Wald im Raum Lengerich ist immer wieder Ausgangspunkt von Strecken- und Rundwanderungen, weil sich hier, am Südkamm des Teuto, nicht nur abwechslungsreiche Wanderwege befinden, sondern, weil die Natur durch den Kalkabbau (Mischung aus Kalk u. Ton = Mergel > zur Zementherstellung) auch interessante Einblicke in die Struktur des 300 Mio. Jahre alten steinigen Untergrundes gewährt.

Die Heraushebung des Teutoburger Waldes aus dem Meer erfolgte vor 65 Millionen Jahren am Ende der Kreidezeit durch Kippung und Auffaltung der Schichten. Der Abbau von Kalksandstein im Steinbruch veränderte das Landschaftsbild. Der Startpunkt der Kalk- und Zementindustrie am Teutoburger Wald wird ins Jahr 1576 datiert. Stillgelegte Steinbrüche wurden inzwischen renaturiert und geben seltenen Pflanzen und Tieren wieder neuen Lebensraum.

Eine SGV-Wandergruppe aus Münster hat sich dort auf eine 20-km-Rundwanderung begeben, welche die Wanderführerin Ute Lampe sehr interessant zu gestalten wußte.

Der Wanderweg begann mit entsprechenden Erklärungen an den neu aufgestellten Tafeln eines GEO-Info-Zentrums der örtlichen und regionalen Interessengemeinschaften (z.B. TERRA.vita). Der weitere Weg folgte dem „Dyckerhoff-Wanderweg“ auf den Teutokamm. Schon an den verschiedenen Blick- und Aussichtspunkten waren nicht nur Abbauspuren, sondern auch die durch die Naturkräfte erfolgte Wieder-Begrünung des Altgeländes deutlich erkennbar.

Das Highlight war der „Canyon zur Blauen Lagune“, ein Steinbruch, der als Abbaugebiet von 1902 bis 1967 betrieben und dann dem Grundwasser überlassen wurde, das stets eine grünblaue Farbgebung zeigt. Daher die besondere Namensgebung durch den Volksmund.

Nach dem Besuch des LWL-Skulpturengartens  endete die Wanderung mit der Einkehr in einem Bergcafe.

Wanderführung: Ute Lampe

Bericht und Fotos: Werner Schmitz

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